Verneinung mit nicht und kein
Grammatik Grundlagen I
Die zwei Arten der Verneinung im Deutschen: nicht für Verben und Adjektive, kein für Nomen mit unbestimmtem Artikel.
Lernmaterial
4 SeitenEinführung — Zwei Wege, Nein zu sagen
Einführung — Zwei Wege, Nein zu sagen#
Im Deutschen gibt es zwei wichtige Wörter für die Verneinung: nicht und kein. Das ist anders als im Englischen, wo man meistens nur not benutzt. Für viele Lernende ist es schwierig zu wissen, wann man nicht und wann man kein benutzt. In dieser Lektion lernen Sie klare Regeln.
Nicht#
Nicht ist das allgemeine Verneinungswort. Es verneint Verben, Adjektive und bestimmte Nomen. Beispiele: Ich komme nicht. (Verb verneinen) Er ist nicht müde. (Adjektiv verneinen) Das ist nicht der Lehrer. (bestimmtes Nomen verneinen)
Kein#
Kein ist die Verneinung von ein. Es verneint Nomen, die mit einem unbestimmten Artikel oder ohne Artikel stehen. Beispiele: Ich habe kein Auto. (ein Auto wird zu kein Auto) Sie trinkt keinen Kaffee. (Kaffee ohne Artikel wird zu keinen Kaffee) Wir haben keine Zeit. (eine Zeit wird zu keine Zeit)
Grundregel#
Die Grundregel ist einfach: Wenn Sie ein oder eine verneinen wollen, benutzen Sie kein oder keine. In allen anderen Fällen benutzen Sie nicht. Diese Regel deckt etwa 90 Prozent aller Situationen ab.
Kein wird wie ein dekliniert, das#
Kein wird wie ein dekliniert, das heißt, es verändert sich je nach Genus und Kasus: kein (maskulin und neutral Nominativ), keine (feminin Nominativ), keinen (maskulin Akkusativ), keine (Plural). Das kennen Sie schon von den unbestimmten Artikeln.
Warum gibt es zwei Verneinungswörter? Das Deutsche#
Warum gibt es zwei Verneinungswörter? Das Deutsche unterscheidet zwischen der Verneinung eines Nomens (kein) und der Verneinung anderer Satzteile (nicht). Diese Unterscheidung gibt es auch in anderen Sprachen wie Französisch (ne...pas versus aucun) oder Italienisch (non versus nessuno).
Keine Sorge#
Keine Sorge — mit Übung wird die Unterscheidung zwischen nicht und kein ganz natürlich. Lesen Sie viele Beispielsätze und achten Sie darauf, welches Verneinungswort benutzt wird. So entwickeln Sie ein gutes Sprachgefühl.
Das Deutsche#
Das Deutsche hat viele Besonderheiten, die Sie Schritt für Schritt lernen werden. Wichtig ist, dass Sie regelmäßig üben und keine Angst vor Fehlern haben. Fehler gehören zum Lernprozess und helfen Ihnen, besser zu werden. Versuchen Sie, jeden Tag ein wenig Deutsch zu lesen, zu hören oder zu sprechen. Auch kleine Übungen machen einen großen Unterschied. Nutzen Sie jede Gelegenheit, die deutsche Sprache im Alltag anzuwenden.
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