Körperteile und Organe auf Deutsch

Medizinische Grundbegriffe und Terminologie

Die deutschen Bezeichnungen für Körperteile und Organe sicher beherrschen

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Lernmaterial

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Der menschliche Körper — Überblick und äußere Körperteile

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Für ausländische Ärztinnen und Ärzte#

Für ausländische Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte und Medizinstudierende, die in Deutschland arbeiten möchten, ist die sichere Beherrschung der deutschen Bezeichnungen für Körperteile und Organe eine Grundvoraussetzung. Im klinischen Alltag, bei der Anamnese, der körperlichen Untersuchung und in der Dokumentation werden diese Begriffe ständig verwendet.

Fehler in der Benennung können zu Missverständnissen führen und im schlimmsten Fall die Patientensicherheit gefährden. Daher ist es unbedingt notwendig, die anatomische Nomenklatur sowohl in der deutschen Alltagssprache als auch in der lateinischen Fachterminologie sicher zu beherrschen.

Beginnen#

Beginnen wir mit den äußeren Körperteilen. Der Kopf (lateinisch: Caput) ist der oberste Teil des Körpers. Am Kopf befinden sich die Stirn (Frons), die Schläfen (Tempora), die Augen (Oculi), die Nase (Nasus), die Ohren (Aures), der Mund (Os) und das Kinn (Mentum). Die Haare (Capilli) bedecken die Kopfhaut (Galea aponeurotica).

Der Hals (Collum oder Cervix) verbindet den Kopf mit dem Rumpf und enthält wichtige Strukturen wie die Halsschlagader (Arteria carotis), die Schilddrüse (Glandula thyroidea) und den Kehlkopf (Larynx). Die Wange (Bucca), die Lippen (Labia) und das Jochbein (Os zygomaticum) sind weitere wichtige Strukturen des Gesichts, die bei der klinischen Untersuchung regelmäßig benannt werden müssen.

Der Rumpf#

Der Rumpf gliedert sich in den Brustkorb (Thorax), den Bauch (Abdomen) und den Rücken (Dorsum). Die Brust (Pectus) wird vorne durch das Brustbein (Sternum) und seitlich durch die Rippen (Costä) begrenzt. Der Bauch wird klinisch in vier Quadranten oder neun Regionen eingeteilt, was bei der Dokumentation von Schmerzen und Befunden besonders wichtig ist.

Der Rücken umfasst die Wirbelsäule (Columna vertebralis) mit ihren verschiedenen Abschnitten: Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS), Lendenwirbelsäule (LWS), Kreuzbein (Os sacrum) und Steißbein (Os coccygis). Das Becken (Pelvis) bildet den unteren Abschluss des Rumpfes und schützt die inneren Beckenorgane.

Oberen Extremitäten#

Die oberen Extremitäten umfassen die Schulter (Articulatio humeri), den Oberarm (Brachium), den Ellenbogen (Cubitus), den Unterarm (Antebrachium), das Handgelenk (Articulatio radiocarpalis) und die Hand (Manus) mit ihren Fingern (Digiti). Die unteren Extremitäten bestehen aus der Hüfte (Coxa), dem Oberschenkel (Femur), dem Knie (Genu), dem Unterschenkel (Crus), dem Sprunggelenk (Articulatio talocruralis) und dem Fuß (Pes) mit den Zehen (Digiti pedis).

Die Achselhöhle (Axilla) und die Leistengegend (Regio inguinalis) sind ebenfalls klinisch relevante Regionen, die bei der körperlichen Untersuchung regelmäßig beurteilt werden. Diese Grundbegriffe bilden das Fundament für die weitere Vertiefung in die medizinische Fachsprache und sollten aktiv geübt und wiederholt werden.

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