Diagnosen und Krankheitsbilder benennen
Medizinische Grundbegriffe und Terminologie
Häufige Diagnosen und Krankheitsbilder korrekt auf Deutsch benennen, beschreiben und im klinischen Kontext verwenden.
Lernmaterial
4 SeitenDiagnosen im klinischen Alltag formulieren
Im klinischen Alltag in Deutschland#
Im klinischen Alltag in Deutschland ist die korrekte Benennung von Diagnosen und Krankheitsbildern eine zentrale Kompetenz. Ärztinnen und Ärzte müssen Diagnosen nicht nur intern dokumentieren, sondern auch gegenüber Patientinnen und Patienten, Kolleginnen und Kollegen sowie Kostenträgern verständlich kommunizieren.
Für ausländische Fachkräfte, die in Deutschland praktizieren möchten, ist es daher unerlässlich, die gängigen deutschen Bezeichnungen und Formulierungen zu beherrschen.
Eine Diagnose#
Eine Diagnose wird in Deutschland üblicherweise nach dem ICD-10-System kodiert (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10. Revision), das von der Weltgesundheitsorganisation herausgegeben wird. Die deutsche Modifikation heißt ICD-10-GM und wird vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) gepflegt.
Im ärztlichen Alltag werden Diagnosen jedoch nicht nur als Codes, sondern vor allem als ausformulierte Bezeichnungen verwendet. In Arztbriefen, Entlassungsberichten und Überweisungen finden sich Formulierungen wie „Verdacht auf" (V.a.), „Zustand nach" (Z.n.) oder „Ausschluss von" (Ausschl.).
Bei der Formulierung von Diagnosen#
Bei der Formulierung von Diagnosen gibt es wichtige sprachliche Konventionen. Die Hauptdiagnose wird in der Regel als Substantiv angegeben, oft ergänzt durch Adjektive oder Lokalisationsangaben: „akuter Myokardinfarkt der Hinterwand", „chronisch-obstruktive Lungenerkrankung", „bakterielle Meningitis". Nebendiagnosen werden ebenfalls aufgelistet und nach ihrer klinischen Relevanz geordnet.
Die korrekte Formulierung ist nicht nur für die medizinische Dokumentation wichtig, sondern hat auch abrechnungsrelevante und rechtliche Bedeutung.
Im Gespräch mit Patientinnen und Patienten#
Im Gespräch mit Patientinnen und Patienten ist es wichtig, die Diagnose sowohl mit dem Fachbegriff als auch in allgemein verständlicher Sprache zu erklären. So sollte man bei der Diagnose „Cholezystolithiasis" dem Patienten erklären, dass es sich um Gallensteine handelt. Diese doppelte Kommunikation – Fachsprache und Laiensprache – gehört zu den wichtigsten Kompetenzen im deutschen Klinikalltag.
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