Digitale Dokumentation: KIS und ePA
Medizinische Grundbegriffe und Terminologie
Übersicht über Krankenhausinformationssysteme (KIS), die elektronische Patientenakte (ePA) und digitale Dokumentationsprozesse im deutschen Gesundheitswesen.
Lernmaterial
4 SeitenKrankenhausinformationssysteme (KIS) im Überblick
Krankenhausinformationssysteme, kurz KIS#
Krankenhausinformationssysteme, kurz KIS, sind umfassende Softwarelösungen zur Verwaltung und Dokumentation aller klinischen und administrativen Prozesse in einem Krankenhaus. Sie bilden das digitale Rückgrat des modernen Klinikbetriebs und integrieren verschiedene Funktionsbereiche von der Patientenaufnahme über die medizinische Dokumentation bis hin zur Abrechnung.
In Deutschland werden verschiedene KIS-Produkte#
In Deutschland werden verschiedene KIS-Produkte eingesetzt, wobei die verbreitetsten Systeme SAP IS-H (in Kombination mit i.s.h.med), Orbis von Dedalus, MEDICO von CompuGroup Medical sowie Nexus und iMedOne sind. Jedes System hat seine eigene Benutzeroberfläche und Logik, aber die grundlegenden Funktionen und die zugrundeliegenden Dokumentationsanforderungen sind vergleichbar.
Für ausländische Ärztinnen und Ärzte#
Für ausländische Ärztinnen und Ärzte stellt die Arbeit mit einem KIS oft eine besondere Herausforderung dar, da die Systeme deutschsprachige Benutzeroberflächen haben und die Eingabe in deutscher Fachsprache erfolgt. Die Einarbeitung in das jeweilige System ist ein wesentlicher Teil der Einarbeitungszeit in einer neuen Klinik und sollte systematisch erfolgen.
Klinische Dokumentation im KIS#
Die klinische Dokumentation im KIS umfasst verschiedene Module. Das Modul für die Patientenverwaltung erfasst Stammdaten, Versicherungsinformationen und den Aufnahmeprozess. Die elektronische Krankenakte speichert alle medizinischen Daten des Patienten, von der Anamnese über Befunde und Laborergebnisse bis hin zu Arztbriefen und OP-Berichten.
Das Bestellwesen ermöglicht die elektronische Anforderung von Labor-, Radiologie- und Konsiluntersuchungen.
Die Medikationsmodule des KIS#
Die Medikationsmodule des KIS unterstützen die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) durch automatische Prüfungen auf Wechselwirkungen, Kontraindikationen und Dosierungsfehler. Diese Funktionen sind besonders wichtig für die Patientensicherheit und werden zunehmend verpflichtend eingeführt.
Die Lernkurve bei#
Die Lernkurve bei der Einarbeitung in ein neues KIS sollte nicht unterschätzt werden. Es empfiehlt sich, an den angebotenen Schulungen teilzunehmen und die Handbücher der jeweiligen Module zu studieren. Viele Kliniken bieten zudem Superuser oder Key-User an, die als Ansprechpartner für Fragen zum System zur Verfügung stehen.
Die effiziente Nutzung des KIS spart nicht nur Zeit, sondern trägt auch zur Qualität der Dokumentation und damit zur Patientensicherheit bei.
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