Verschworungstheorien ernst nehmen ohne mitzumachen

Manipulation erkennen

Verschworungstheorien sind nicht immer falsch - einige Verschworungen sind real. Die Herausforderung ist kritisches Engagement ohne reflexives Abwinken oder leichtglaubiges Mitmachen.

1

Lernmaterial

4 Seiten

Warum nicht alle Verschworungen Theorien sind

Seite 1 von 4

Die Watergate-Affaire war eine Verschworung. Das COINTELPRO-Programm des FBI gegen Burgerrechtsbewegungen war eine Verschworung. Die Flick-Affare in Deutschland war eine Verschworung. Manchmal konspirieren Menschen wirklich.

Der Unterschied zwischen einer belegten Verschworung und einer Verschworungstheorie liegt nicht im Wort 'Verschworung', sondern in der Qualitat der Belege und der Methode des Schlussfolgerns. Eine belegte Verschworung hat dokumentierte Akteure, Beweise und ist durch unabhangige Quellen verifiziert. Eine Verschworungstheorie besteht haufig trotz fehlender Belege - und macht das Fehlen der Belege selbst zum Beweis ('Wenn es keine Beweise gibt, wurde es gut vertuscht').

Douglas, Sutton und Cichocka unterscheiden psychologische Funktionen von Verschworungstheorien: Sie erfullen epistemische Bedurfnisse (Erklarung von Unsicherheit), existenzielle Bedurfnisse (Sinn in Chaos) und soziale Bedurfnisse (Gruppenidentitat) (Douglas, Sutton & Cichocka, 2017, Current Directions in Psychological Science).

2

Karteikarten

3

Quiz

Mehr lernen?

Mit einem Account bekommst du KI-Tutor, Lernpläne, Prüfungsvorbereitung und mehr.

Kostenlos registrieren