Doppelkonsonanten und Dehnung (ss/ß, ie, h)
Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
Kinder lernen die Rechtschreibregeln für Doppelkonsonanten (ss, ll, mm...), den Unterschied zwischen ss und ß sowie die Dehnungszeichen ie und Dehnungs-h.
Lernmaterial
4 SeitenEinführung: Kurz oder lang? Das ist hier die Frage!

Überblick#
Manche Wörter klingen ähnlich, werden aber ganz unterschiedlich geschrieben. Schreibt man Masse oder Maße? Biss oder Bieß? Wann kommt ein Doppelbuchstabe und wann nicht? Diese Fragen hängen alle damit zusammen, ob ein Selbstlaut (Vokal) kurz oder lang gesprochen wird.
In der deutschen Rechtschreibung gibt es zwei wichtige Prinzipien:
1. Kurzer Selbstlaut → Doppelkonsonant (der Mitlaut wird verdoppelt) Wenn der Selbstlaut kurz gesprochen wird, folgt oft ein doppelter Mitlaut: Sonne (kurzes o → nn), Tasse (kurzes a → ss), kommen (kurzes o → mm).
2. Langer Selbstlaut → Dehnungszeichen (der Selbstlaut wird gedehnt) Wenn der Selbstlaut lang gesprochen wird, zeigt manchmal ein besonderes Zeichen die Dehnung an: Biene (langes i → ie), fahren (langes a → ah), Bohne (langes o → oh).
Ein besonders kniffliges Thema ist der Unterschied zwischen ss und ß. Beide haben mit dem s-Laut zu tun, aber sie folgen unterschiedlichen Regeln. Das ß steht nach einem langen Selbstlaut oder Zwielaut: Fuß, Straße, heißen. Das ss steht nach einem kurzen Selbstlaut: Wasser, Klasse, essen.
Dann gibt es noch das Dehnungs-h: ein h, das du nicht hörst, das aber zeigt, dass der Selbstlaut lang gesprochen wird: fahren, Uhr, Zahn, Sahne. Dieses stumme h ist für viele Kinder schwierig, weil man es beim Sprechen nicht hört.
In diesem Kapitel lernst du die Regeln für Doppelkonsonanten, für ss und ß und für die Dehnungszeichen ie und Dehnungs-h. Mit diesen Regeln kannst du viele Wörter richtig schreiben, auch wenn du sie zum ersten Mal siehst!
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